NetSuite Demand Planning – Bedarfsplanungsberichte in NetSuite verstehen

02. Juli 2024

NetSuite Demand Planning ist ein ausgezeichnetes Modul, mit dem Unternehmen gewährleisten können, dass die richtige Menge eines Produkts zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar ist. Die automatischen Prozesse sowie die Möglichkeit des Moduls zur Analyse der NetSuite-Datenbank führen zu genauen Bedarfs- und Beschaffungsplänen.

Außerdem können die Reports des Moduls zur Bedarfsplanung (1) Demand History By Item, (2) Item Demand Plan By Item, und (3) Item Forecast vs Actual den Nutzern klare und wertvolle Informationen liefern, die als Grundlage für weitere Analysen dienen.

In diesem Artikel werden wir diese Reports vorstellen.

Report Demand History By Item

NetSuite verwendet verschiedene Methoden zur Analyse von Verkaufsdaten, um den Bedarf für zukünftige Perioden zu berechnen. Bei der Bedarfsplanung zeigt NetSuite allerdings nicht die Basis derer, d.h. die Verkaufsdaten, auf denen die Berechnung beruht. Der Bericht Demand History By Item schließt diese Lücke. Je nachdem, was in den Voreinstellungen für die Bestandsverwaltung festgelegt ist (Setup > Accounting > Item Management Preferences > Transactions to Consider), können historische Verkäufe auf der Basis von Kundenaufträgen oder Barverkäufen und Rechnungen angezeigt werden. Dieser Report ist besonders hilfreich, wenn Sie die Berechnungsmethode von NetSuite nachvollziehen wollen. Darüber hinaus kann der Report in Form von einer CSV-Datei heruntergeladen werden, um in Drittsystemen weitere komplexere Analysen durchzuführen.

Tipp: Setzen Sie die Spalte auf Monat oder Woche, um die Nachfrage nach historischen Zeiträumen zu filtern.

Report Item Demand Plan by Item

Mithilfe des Reports Item Demand Plan by Item können die berechneten Bedarfe für einen ausgewählten Zeitraum nach den Standorten der jeweiligen Niederlassungen angezeigt werden. Gleichzeitig kann NetSuite nur Bedarfspläne berechnen, die entweder auf historischen Verkäufen oder auf offenen und künftig zu erfüllenden Verkäufen basieren.

Die Methoden zur Analyse historischer Daten sind ebenfalls begrenzt (gleitender Durchschnitt, lineare Regression, Umsatzprognose, saisonaler Durchschnitt). Für komplexere Analysen und Formeln besteht die Möglichkeit, die Bedarfe in Form von CSV-Dateien herunterzuladen, diese mit Systemen von Drittanbietern zu bearbeiten und sie anschließend mit dem entsprechenden Importassistenten zurück in NetSuite zu migrieren.

Report Item Demand Forecast vs Actual

Leider kann NetSuite nicht zuerst die Bedarfe basierend auf historischen Daten berechnen und dann die Mengen um die Bedarfe aus offenen Transaktionen anpassen, wie z. B. künftig zu erfüllende Verkaufsaufträge. Es kann immer nur einen der beiden Datentypen ermittelt werden: entweder Bedarfe basierend auf historischen Daten oder Bedarfe basierend auf offenen Transaktionen.

Glücklicherweise bietet NetSuite die Möglichkeit, die ermittelten Bedarfe mit offenen Verkaufstransaktionen wie Verkaufsaufträgen oder Barverkäufen/Rechnungen zu vergleichen. Die sichtbaren Diskrepanzen können analysiert werden, um anschließend Ziele für den strategischen Einkauf/die strategische Produktion oder den Verkauf festzulegen.

Wenn die Verkaufszahlen höher sind als der ermittelte Bedarf, kann die Einkaufs- oder Produktionsabteilung gezielte Maßnahmen ergreifen. Andererseits können durch gezielte Preisgestaltung wachsende Bestände reduziert werden.

Autor: Safar Khan
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